Montag, 20. September 2010

The Subway im Zion NP

Die Subway ist für Fotografen mit einer der schönsten Plätze im Zion NP. Aber auch viele Wanderer, speziell zum Caynoning, gehen durch die Subway. Diese kommen von oben und müssen dabei wohl einige Kletter und Schwimmpassagen einlegen. Der Fotograf mit schwerer Ausrüstung (ein Stativ ist Muss) kommt vom Left Fork Trailhead und läuft am Flusslauf hinauf. Der Parkplatz zum Left Fork Trailhead ist ca. 40 Fahrminute von Springdale entfernt.
Leider ist auch für Fotografen die Wanderung recht anstrengend, denn bis zur Subway sind es 6,8 km über Stock und Stein. Dabei muss öfters der Fluss gequert werden, dies ist aber meistens (hängt vom Wasserstand ab) trockenen Fußes möglich.
Aber der Reihe nach. Als erstes geht man ca. 1,1 km ziemlich eben vom Parkplatz bis zum Rand des Canyon. Der Abstieg ist schon recht beschwerlich, denn mit 400 m Länge geht man im Zick-Zack ca. 115 m herunter zum Fluss. Dabei kommt dies einem es viel steiler vor als die nackten Zahlen es hier verdeutlichen. Ich hatte den Eindruck, dass das Gefälle 100% ist, also 45°, was bedeutet ein Schritt vorwärts ist genauso Lang wie die Höhe die man überwindet.
Der Nachteil dieser Wanderung ist, dass man schon auf dem Hinweg sieht was einen beim Rückweg erwartet, denn diesen Weg muss man auch wieder zurück. Vorteil: Die Getränke (ich hatte 4 Liter Wasser dabei) müssen nicht bergauf getragen werden, da diese bis zum Aufstieg größten Teils verbraucht sind.
Wer nun glaubt, dass der weitere Weg einfacher ist, irrt sich ein wenig. Denn um Trockenenfusses zur Subway zu kommen, muss mann immer wieder kleine Steile Trampelpfade hoch und runter klettern, die links und rechts neben dem Fluss sind. Eigentlich kann man fast überall links oder rechts gehen, doch man wechselt öfters mal die Seite, weil man glaubt dort ist es einfacher. Und irgend wie beschleicht einen immer wieder der Gedanke: Ist das die bessere Seite?
Die Wanderung wurde als nicht spektakulär beschrieben, ich finde diese aber wunder schon, denn überall ist es Grün, was ja in einer Wüste schon selten ist. Der Hinweg zur Subway ist zum Glück die meiste Zeit im Schatten.
Kurz vor der Subway (also nach weiteren 4,8 km) kommen die ersten schönen Wasserkaskaden und man bleibt stehen um auf die schnelle ein Bild zu machen. Die größten und höchsten Kaskaden sind dann schon am Eingang der Subway (schon ist gut, denn bis hierher sind es dann schon 6,4 km, die ich in 2,5 Std (also nach Plan) gegangen bin + 1 Std. für Pausen und 2 Fotostops vorher.


Nach den Kaskaden kommt der Crack, sehr spektakulär. Schnell aufnehmen, dann das Licht ist am Nachmittag nicht besser.


Dann weiter zur eigentlichen Subway, nur noch einmal um eine Biegung und schon sieht man den Tunnel, den das Wasser über viele tausend Jahr aus dem Fels gewaschen hat.
Ein weiteres Highlight neben der Auswaschung sind die 5-8 (habe diese nicht gezählt) kleinen Pools. Also auf ein frohes Fotografieren.


Am Ende der unteren Subway geht es nur noch schwimmend und klettern (an einen Baumstamm hoch) oder mit einem Seil eine ca. 3 m hohe Wand hinauf kletternd weiter. Zum Schwimmen war es mir in der dunklen und damit kalten Subway einfach zu kalt und ein Seil hatte ich auch nicht mit, hätte mich auch nicht genutzt, denn wie bekomme ich das Sil oben angebracht? . Aber es kam ein nette Gruppe Amerikaner von oben herunter, die mir und Reiner (einem Fotografen aus München den ich hier kennen gelernt habe) das Seil und Ihren Klettergurt überließen. Bedingung war: Das wir das Seil am Abend bei Ihnen im Hotel abgeben. Das haben wir natürlich versprochen und auch eingehalten.
Nun meine Frage: Glaubt jemand, dass einem das auch in Deutschland angeboten wird? Ich bin mir da nicht so sicher. Also man kann über Amerikaner sagen was man will, aber Sie sind freundlich, zuvorkommend, hilfsbereit und geben einem Ihr Vertrauen.
Also mit dem Seil sind wir dann zur oberen Subway gestiegen, wo M. Fatali eines seiner Werke aufgenommen hat. der Baumstamm steht noch da, also haben auch wir versucht eine Meisterhafte Aufnahme zu machen.


Um 16:30 Uhr ging es dann auf den Rückweg, da ich keine Lust hatte im Dunkeln den Weg zurück zu laufen. Diesmal sind wir, um Zeit und Kraft zu sparen, lange Strecken durch den Fluss gelaufen, was natürlich den Spaßfaktor dieser Wanderung deutlich gesteigert hat. Nach ca. 3 Stunden waren wir dann wieder an unseren Autos.
Um in die Subway gehen zu dürfen, benötigt mein eines von max. 50 Permits, welches man am Tag vor dem Besuch im Backcountry Office des Zion NP Visitor Center besorgen muss.
Alles in allem (also mit hin und her fahrerrei) war ich 15 Stunden an diesem Tag unterwegs.

Donnerstag, 16. September 2010

Und wieder USA

Ich bin auch in diesem Jahr wieder in den USA unterwegs. Diesmal für 7 Wochen.
Ankunft am Mittwoch Abend, 15.09. nach 16 Stunden in 2 Fliegern (mit kurzer Pause in Philadelphia) in Las Vegas. Leider war der Flug nur mittel mäßig, denn ich konnte kaum schlafen, und nach 12 Stunden taten mir die Beine weh und ich konnte nicht mehr sitzen.
Und wieder einmal war ein Koffer nicht mit im Flieger. Aber ich bin ja lernfähig, so dass ich die ersten 2 Nächte in Las Vegas verbringen werde. Sicher ist sicher; wie sich ja bewahrheitet hat.

Sonntag, 7. März 2010

Wildpark Bad Mergentheim


Nachdem mein Ausflug zu den Wölfen im bayrischen Wald (Tierfreigehege Neuschönau) mir leider keine Bilder von den Wölfe dort brachte (das war ein Satz mit X, denn das war nix), war ich heute im Wildpark Bad Mergentheim. Eigentlich wollte ich dort Wölfe fotografieren, denn diese sind in der Ranzzeit besonders "fotogen", aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Infos zum Wildpark auch in meinem Blogeintrag "Wölfe im Wildpark Bad Mergentheim".
Also gut gefallen hat mir, dass es in der Nacht von Freitag auf Samstag geschneit hat und auch das die Temperaturen so niedrig blieben, dass der Schnee nicht gleich wieder geschmolzen ist. Auch die Wettervorhersage für Sonntag war prima: Bewölkt. Leider war dem nicht so, es war den ganzen Tag blauer Himmel. Schade, denn für Tierfotos sind Tage mit leichter Bewölkung viel besser geeignet. Dann war noch auf der "negativen Seite" die späte Öffnungszeit des Wildparks (10:30 Uhr). Dafür war der Erhalt der "Stativgenehmigung" kein Problem, obwohl ich mir diese erst am Mittwoch reserviert habe.
Im Wildpark angekommen habe ich einen kurzen Abstecher auf dem Weg zu den Wölfen (bezieht sich nur auf den Weg) zu den Fischottern gemacht. Und ich muss sagen: das war dort ein Schauspiel. Ich habe noch keine solche Show der beiden Fischotter über 3 Stunden dort gesehen.
Der Teich war mir einer dünnen Eisschicht bedeckt und es gab nur 3 Löcher im Eis. Und durch diese sind die Fischotter ständig rein und raus aus dem Wasser. Dies lädt natürlich für Fotos ein, dann damit schränken sich die möglichen "Ausstiegsmöglichkeiten" ein und man bekommt so eine erhöhte Chance die Otter im Wasser vor die Linse zu bekommen. So bin ich dort "hängen" geblieben, in der Hoffnung, dass die Wölfe erst zum Nachmittag aktiv werden und ich nichts verpasse.







Ab und zu brauchen auch Fischotter eine Pause: Zu meinem Glück blieben die beiden auf dem Eis und machten nur eine kurze Pause.


Um kurz nach 14:00 Uhr war ich dann bei den Wölfen. Leider viel zu spät, wie ich später erfahren habe. Denn die Wölfe waren den ganzen Morgen aktiv und habe dann, etwa eine Stunde nachdem ich dort angekommen bin, eine etwas längere Pause (ca. 1,5 Stunden) eingelegt. Aber zumindest für min. 2 Bilder (die mir gefallen) hat es gereicht. Hätte ich mehr Bilder bekommen, wenn ich früher bei den Wölfen gewesen wäre? Ich denke schon, aber das mit dem "Wenn das mit dem Wort wenn nicht wäre" kennt sicherlich jeder.


Donnerstag, 24. Dezember 2009

Fröhliche Weihnachten

Ich wünsche all meinen Lesern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.
Nutzt die Zeit um "herunter zufahren", zu verschnaufen, sich zu besinnen, ....

Liebe Grüße...Ralph

Freitag, 31. Juli 2009

Wölfe im Wildpark Bad Mergentheim

Übers Wochenende fahre ich nach Biebertal; zu meiner Mutter, meinem Bruder und seiner Freundin. Auf dem Weg dorthin habe ich einen Abstecher in den Wildpark Bad Mergentheim gemacht, denn der „Umweg“ beträgt nur ca. 60 km, und das ist allemal besser als die knappen 140 km nur dorthin.

Da der Wildpark nur 5 Personen am Tag gestattet mit Stativ zu fotografieren (der Fotocommunity sei dank), habe ich mir rechtzeitig ein Ticket reserviert. War aber nicht nötig, da ich an diesem Tag (zumindest am Morgen) der einzige „Anwärter“ war. Der Eintritt beträgt 8,50 €, die Stativgenehmigung weitere 12 €, so dass der gesamte Eintritt 20,50 € betrug.

Als ich um 7:30 Uhr los fuhr, war der Himmel noch komplett bewölkt, so wie ich es wollte, doch leider kam bis zum Mittag die Sonne vollends heraus, so war das aber nicht ausgemacht.

Der Wildpark unterhält angeblich das größte Wolfsrudel in Europa, so dass dies Gehege mein erstes Ziel war. Und ich wurde nicht enttäuscht, zumindest für meinen ersten Ausflug dort hin. Andere mögen meine Ausbeute anders sehen, doch ich bin mit meinen Aufnahmen zufrieden.

Aber seht selbst.



Sind wir nicht süß?

Noch etwas schüchtern:

Aber dann, Minuten lang für die Kamera posiert: "Gibt das eine extra Portion Futter?"



Montag, 20. Juli 2009

Bilder ohne Ton?

Ich fotografiere ja nicht nur Tiere, Landschaft usw., sondern auch viel Sport. Auch Motorsport. Und irgendwie fasziniert mich neben den vielen Motiven auch der Sound, gerade und besonders beim Motorsport.

Um diesen neben den Bildern festhalten zu können, muss ein Aufnahmegerät her. Aber welches? Nach etwas Suche bin ich auf die Fa. QuattroVision gestoßen und Hr. Hartmann machte mir einen kompetenten Eindruck am Telefon. Und was so auf seiner Webseite steht zeigte mir, dass er sich wohl auskennen sollte, da er neben Fotos auch Ton aufnimmt.

Nach einer guten (telefonischen) Beratung, habe ich mich für den Tascam DR-07 Rekorder (ca. 250€) und das kleine (und im vergleich günstige) Sennheiser MKE 400 Richtmikrofon (ca. 200€), plus Windschutz (ca. 39€), entschieden. Die „Teile“ gibt es zwar wo anders günstiger (z.B. bei Cyberstore Thomann) aber ich gehöre nicht zu den Menschen, die eine gute Beratung annehmen, um dann im nächsten „Discounter“ einpaar Euro zu sparen. Denn meiner Meinung nach führt dies in Zukunft nur dazu, dass es nur noch „Discounter“ gibt und die „Fachgeschäfte“ aussterben.

Und das führt dann wieder dazu, dass es keine gute Beratung mehr gibt. Dies ist etwas, was ich nicht möchte.

Am letzten Wochenende habe ich nun die ersten „ernsthaften“ Tonaufnahmen gemacht. Und was eignet sich dazu besser als ein Flugtag. Besonders dann, wenn dort starke und alte Sternmotoren zu hören sind.

Heute habe ich dann mit der Software Audacity (Freeware) aus der Monoaufnahme mal eine Stereo Version erstellt, denn leider ist das MKE400 ein Monomikrofon. Und ein brauchbares Stereomikrofon kostet über 1.000 €, und das ist mir einfach zu viel Geld. Denn das Fotografieren ist schon sehr teuer, da muss der Ton nicht in die gleiche „Klasse“ aufsteigen. Denn eigentlich gehört er zwar dazu, aber irgendwie doch nur zur „Untermalung“.

Damit Ihr das Ergebnis Euch anhören könnt, musste ich noch schnell ein Video mit Wings Platinum erstellen, denn im Blog kann man nur Bilder und Videos hoch laden.

Also hört einmal selber:

video

Nun die Frage: Und, klingt das nicht irre klasse?

Ich finde den Klang eines Doppelsternmotors mit 18 Zylindern, ca. 46 Litern Hubraum und 2.130PS, der eine 4 Blatt Luftschraube mit 4 m Durchmesser antreibt, schon einmalig gut. (Flugzeug: F4U-4 Corsair der Flying-Bulls)

Sonntag, 19. Juli 2009

Tannkosh Fly-Inn

Dieses Wochenende war das größte Fliegertreffen Europas. Tannkosh ist für „Flieger“ sicherlich ein Begriff, für „Nichtflieger“ sicherlich nicht.
Tannkosh findet auf dem Flugplatz Tannheim statt. Nein nicht das Tannheim im Tannheimer Tal (wo ich allerdings beinahe hingefahren wäre) sondern in Baden-Württemberg, nahe zur bayrischen Grenze, neben Memmingen, ca. 140 km von Filderstadt entfernt, westlich der A7.

Ich bin bereits am Donnerstag dort hingefahren, obwohl die Wetteraussichten für das Wochenende nicht die besten waren, zumindest nicht für ein Fliegertreffen. Bei hochsommerlichen Temperaturen ging es also über die A8 und A7 in Richtung Memmingen. Und das ohne Stau, Wahnsinn. Allerdings war der Donnerstag der „beste“ Tag, zumindest was das Wetter anging, wenn auch nach meiner Meinung etwas zu warm und schwül. Aber dies hat sich (leider nicht zum Glück) in der Nacht zum Freitag geändert. Den das schlechte Wetter kam wie angekündigt, mit Wolken, Regen und Temperaturen um die 13° bis 18° C. Und Fotos von fliegenden Flugzeugen ohne blauen Himmel und Sonne sind einfach nichts. Auch ging mir das häufige Einpacken des Ausrüstung vor einem Regenschauer (und es waren mehrere am Freitag und Samstag) auf die Nerven.

Trotz des schlechten Wetters kamen ca. 700 Flugzeuge, etwas weniger als 2008 (mit mehr als 1000), aber doch noch genug. Leider waren nur wenige für mich interessante Typen dabei. So die F4U-4 Corsair, einige Yaks, eine T-6 Texan, eine Robin Curtis C1 usw.. Für mich ein Highlight waren die Corsair



und das Segelkunstflugteam Blanix.


Weitere Bilder sind auf meiner Homepage.

Zum Glück war der Ausflug wenigstens günstig. Denn die Campinggebühren von 5 € / Nacht und Person direkt neben dem Flugplatz, und 13 € Eintritt sind trotz schlechten Wetters zu verkraften. Nur die Preise für Verpflegung und Getränke auf dem Flugplatz find ich etwas zu teuer (z.B. 2,50 € für eine 0,33 l Coca Cola, 4,00 für eine Feuerwurst im Hot-Dog Brötchen).

Für Tannkosh spricht aber, dass man sicherlich nirgends so dicht an die Flugzeuge kommt wie dort. Denn Absperrgitter kennt man bei Tannkosh nicht. Nicht einmal zur Flightline.