Donnerstag, 30. April 2009

Auf zu den Wahheap Hoodoos

Am späten Nachmittag bin ich zu den „Wahweap Hoodos“ (in der nähe von Big Water an der US89 Richtung Page) aufgebrochen. Und wie in meinem Reiseführer für Fotografen (jawohl so etwas gibt es, allerdings nur in englischer Sprache) beim BLM Visitor Center für die Grand-Staircase Escalante ind Big Water reingeschaut um mich für den Weg dorthin zu informieren.
Dort hat man mir auch gleich den Weg dorthin erklärt, doch laut meinem Reiseführer den von Süden kommenden, und dieser bedeutet ca. 2 Stunden Fußmarsch. Auf meine Anmerkung, dass es eine einfacheren Weg von Norden her gibt, habe ich nur die Antwort erhalten, dass Sie mir keine Informationen über diesen Weg geben können (nach meiner Meinung nach nicht wollten um zu verhindern das viele Touristen diesen Weg nehmen). Die letzte Anmerkung war, das der unbefestigte Weg kein offizieller wäre und wenn ich ein Problem (z.B. mit dem Auto) dort hätte lange warten könnte bis mir geholfen wird. Doch diese Aussage stellte sich am Abend und am nächsten Tag als falsch heraus, aber dazu später mehr.
Also bin ich der Wegbeschreibung im Reiseführer gefolgt und mit dem Auto gefahren. Denn die Vorstellung morgens um 4 Uhr von Big Water für einen 5 Stunden Fußmarsch aufzubrechen war nicht gerade verlockend.
Nach guten 18 km (Dauer ca. 45 Minuten) auf einer Schotterpiste bin ich am beschriebenen Flussbett angekommen. Danach habe ich mich kurz dort umgeschaut und angefangen zu kochen. Wobei die Beschreibung kochen etwas ausdrückt als was auf einem einflammigen Benzinkocher möglich ist. Es gab Spagetti mit Fertigtomatensauce. Selbst das ist schon mit nur einem Kochtopf umständlicher als daheim. Aber es geht.
Danach habe ich leider feststellen müssen, dass die umgeklappte Rücksitzbank etwas höher liegt als die Kofferraumebene, so das ein Schlafen unter diesen Umständen wohl etwas schmerzhaft sein wird. Schade. Also umgeplant und den Beifahrersitz als Bettersatz ausgewählt. Wobei ich auch überlegt habe unter freiem Himmel zu schlafen, da ich aber nicht weiß welche Tiere hier nachts so unterwegs sind, wollte ich dies nicht riskieren. Auch das Zelt war mir für ein „wildes Campen“, und das ist nicht erlaubt, zu riskant.
Also wünschte ich mir eine gute Nacht, welche ich nicht haben sollte, und habe es mir auf dem Beifahrersitz gemütlich gemacht.
Später am Abend sind noch 2 Autos gekommen, und auch diese Insassen haben dort übernachtet, wie ich am folgenden Morgen festgestellt habe.

Abreise Kanab

Heute wollte und habe ich Kanab verlassen. Doch zu erste habe ich eine Unterkunft in Moab für die kommende Woche im Internet gesucht. Leider sind dort zurzeit (also anders als im Dezember/Januar) die Unterkünfte recht teuer (ab $80). So habe ich mich entschieden auf den KOA Campingplatz (KOA ist eine Kette von Campingplätzen in ganz USA) zu gehen und dort einen Platz reserviert. Dann noch schnell eine Bestellung bei B&H, Really Right Staff und Micro -Tools (endlich meine geschätzten CleanSweeps) aufgegeben. Hoffentlich klappt die Lieferung auf den KOA Campingplatz in Moab.
Dann nach schnell Einkaufen und Tanken und weiter geht’s.

Mittwoch, 29. April 2009

Kanab - Westernfilme

Kanab war für Hollywood der Ausgangpunkt für viele (wenn nicht sogar die meisten) Westernfilme. Vieles in der Stadt erinnert noch heute an diese Zeit.
Die eigentlichen Filmsets waren im gesamten Paria Gebiet (wobei ich jetzt nicht genau wie ich dieses Gebiet beschreiben soll) verstreut.
Bei meinem Besuch im „Visitor Center“ in Kanab, ist mir gleich aufgefallen, dass der Westernfilm in dieser Stadt einmal eine wichtige Rolle gespielt hat, denn an einigen Schautafeln sind Filmplakate und Fotos von Schauspielern aufgehängt.
Während ich mich um schaue, werde ich von einer älteren Dame angesprochen. Wie sich während des Gespräches herausstellt, war die heute 74 jährige Jackie „Hamblin“ Rifen damals als Stunt Double und Statistin dabei war. Und gerne, so habe ich zumindest den Eindruck, erzählt Sie jeden interessierten Besucher von dieser Zeit.
So erzählt Sie mir, das Sie viele bekannte Schauspieler und Schauspielerinnen von der damaligen Zeit persönlich kennt. Leider hatte Sie 1957 für den Film „War Drums“ einen Reitunfall, so dass Sie später keine Reitszenen mehr ausführen konnte. Der letzte Film in dem Jackie mit spielte war „Sergeants 3“ mit Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Jr.
Heute ist Jackie „Former Director of the Kane County Office of Tourism“ und veranstaltet einmal im Jahr ein großes Westernfilmfest, wobei Ihr wohl die guten Kontakte von damals helfen bekannte Schauspieler nach Kanab zu holen.
Im gesamten Paria Gebiet wurden mehr als 50 Filme mit mir bekannten Schauspielern wie Lex Parker, Ronald Reagen, John Wayne, Gregory Peck, Jack Nickolsen, Client Eastwood, Charles Coburn, Charlten Hesten usw. gedreht. Der letzte (mir bekannte) Westen der dort gedreht wurde war Maverick mit Mel Gibsen, Jodie Foster und James Garner.

Bilder von "The Wave"

Auf die schnelle 3 Bilder von "The Wave" und "The 2nd Wave". Leider kommen die Farben im Internet Explorer anders raus als auf meinem Bildschirm in Lightroom. Also stört Euch bitte nicht so sehr an den Farben.

"The Wave" im klassischen Bildaufbau.

Und dann noch einmal etwas anders "gesehen".

"The 2nd Wave" 1 Stunde vor Sonnenuntergang. Danach waren leider die Schatten in den beiden Einbuchtungen zu stark.

Dienstag, 28. April 2009

The Wave

Also heute ging es in die Welle (The Wave) eine der Sehens-würdigkeit im Coyote Buttes North.
Mit dem Auto von Kanab ca. 62 km (39 mi; ca. 40 Min.) auf der US89; danach ca. 13 km (ca. 8 mi; 20 Min.) auf einer Schotter- und Waschbrettpiste (House Rock Valley Road) bis zum Start des Fußmarsches.
Dieser ist schon einwenig anstrengend, dann neben der Fotoausrüstung (nur das 70-200 blieb im Auto) habe ich noch 4,5 Liter Wasser mit geschleppt (zumindest auf dem Hinweg). Zum Glück reichte die Menge bei ca. 25° C aus, und ab Mittag blies dann ein recht böhiger, kalter Wind, so dass es nicht zu heiß war. Ein Vorteil des Essen und der Getränke ist, dass man dieses Gewicht nicht wieder hinaus schleppen muss.
Der einfache Weg zu / von „The Wave“ ist ca. 4,5 km (ca. 2.8 mi) lang und geht über Steine, Felsen und weichen Sand, und dieser Stand strengt am meisten an. Ich habe eine reine Gehzeit von 1 Std. und 15 Minuten gehabt (Durchschnitt 3,6 km/h; ca. 165 Höhenmeter; gemessen dank GPS Empfänger), wobei ich noch ca. 15 Minuten Pause unterwegs gemacht habe. Wer noch nie da war, braucht vielleicht keine Pausen, muss aber dafür nach der Route schauen, denn von einem Weg kann keine nicht immer die Rede sein. Die Beschreibung des BLM ist zwar schon recht gut (mit Farbbildern und genauen Beschreibungen), trotzdem habe ich bei meinem ersten Besuch immer wieder auf die Beschreibung schauen und einen Abgleich mit der Realität vornehmen müssen. Also mit den angegebenen 1,5 Stunden ist man gut dabei, dann allerdings ohne Abstecher, wie ich es getan habe.
Da es ausreicht um 11:00 Uhr in der Welle zu sein, bin ich nicht so früh aufgebrochen und habe auch diese 11 Uhr nicht ganz geschafft. Macht aber nichts, denn das Licht steht schon 1-2 Stunden in der Welle. Und der Tag wird noch lang genug, denn zum Fotografieren muss man schon bis zum Sonnenuntergang dort bleiben
Also ran ans „Gerät“ und verschiedene Standpunkte und Ausschnitte fotografieren. Wobei ich auch einige Panoramaaufnahmen gemacht habe, diese aber sicherlich nicht während meines Urlaubs fertig stellen werde. (Ich weiß das es Fotografen gibt, die das noch am gleichen bzw. am nächsten Tag schaffen, aber leider bin ich kein solcher.)
Die Zeit bis zum Sonnenuntergang für die“2nd Wave“ kann man mit Essen, Schlafen, Wandern und was weiß ich noch rum bringen. Dann gilt auch hier verschiedene Standorte und Ausschnitte suchen und auszuprobieren, und eine Menge Aufnahmen machen.
Ich finde die jetzige Jahreszeit für „The Wave“ leider nicht so gut, denn die Sonne steht mittags schon recht hoch und darunter leiden einfach die Farben und die Sonne geht für die „2nd Wave“ viel zu weit im Westen unter, was dazuführt das sich 2 unschöne „Schattenlöcher“ bilden und der Bergrücken links hinter der „2nd Wave“ viel zulange beleuchtet wird.
Ich bin der Meinung, dass der späte Herbst oder Anfang Winter die ideale Zeit ist. Leider nur dann wenn kein Schnee (wie bei meinem ersten Besuch Anfang Januar) in der Welle liegt. Daher finde ich den Winter nicht ganz zu reizvoll.
Mit Glück kann auch ein Ausflug während der „Regenzeit“ reizvoll sein, nämlich dann wenn sich das Regenwasser im Eingangsbereich der Welle sammelt und so tolle Aufnahmen mit Spiegelungen im Wasser möglich sind.
Aber es freut mich, dass ich nun wenigstens 2 brauchbare Bilder von „The Wave“ habe.
Ach übrigens, der Herbst und Winter hat noch einen entscheidenden Vorteil: Der Tag ist kürzer, denn bis ich wieder am Auto war (war schon fast dunkel) und dann zurück in Kanab war, war es schon nach 22:00 Uhr und ich war mehr als 12 Stunden unterwegs.

Die Welt ist Klein Teil 2

Als ich gestern auf den Parkplatz der Paria Station fuhr, viel mir sofort ein grüner Landrover mit Reutlinger Kennzeichen auf. Da die beiden auch ein Permit bekommen haben, trafen wir uns heute in der Welle (The Wave) wieder. Während Sie fotografierte, habe ich mich mit Ihm viel unterhalten. Wobei auch ich einige Fotos aufgenommen habe.
Alexandra und Steffen Sailer aus Metzingen (ca. 19 km von Filderstadt-Sielmingen entfernt, also da wo ich nun seit mehr als 11 Jahre wohne und damit also nicht ganz so nahe wie Sonja und Oswald aus Hohensolms) befinden sich zur Zeit auf einer einjährigen USA Reise (Jan. 2009 bis Jan. 2010) und waren im letzten Jahr auf einer einjährigen Australien und Neuseeland Reise. Und falls das Geld reicht, wollen Sie im nächsten Jahr nach Südamerika fahren.
Wer die Reise der beiden im Internet verfolgen möchte, bitte hier klicken.

Ferner war „The Wave“ heute fest in deutscher Hand, den neben den beiden Metzingern waren mindestens noch weitere 7 Deutsche dort. Bei 4 Personen bin ich mir nicht sicher woher Sie kommen, ich vermute mal aus der Schweiz, denn auch diese Gruppe sprach Deutsch.
Insgesamt waren 22 Personen in „The Wave“ (wie auch immer, denn eigentlich dürften es nur 20 sein) und somit 45% aller Besucher aus Deutschland.

Montag, 27. April 2009

Was ein sch... Tag

Am Morgen hatte ich zwar noch Glück, denn ich habe auf Anhieb ein Permit für die „Coyote Buttes North and the Wave“ erhalten, doch danach war ich eher vom Glück verlassen.
Als ich im 9:30 Uhr von der Paria Station losgefahren bin, habe ich mich kurzfristig entschlossen zu „Old Paria“ zu fahren. In der gesamten Gegend hier würden viele Western Filme gedreht, und beim Paria Filmset soll es noch 2 Nachbauten der ehemaligen Filmhäuser geben. Die Fahrt dort hin geht über eine unbefestigte Straße und es Staub ganz schön. Also schnell die Umluft eingeschaltet, denn eigentlich darf man mit Mietwagen eine unbefestigte Straße fahren, und ich hoffe damit einen Teil des feinen Sandstaubs draußen lassen zu können. Aber Fehlanzeige: Anscheinend ist die Heckklappe meines Ford Escape nicht staubdicht, denn als ich später am Tag diese öffnete war alles im Gepäckraum voller rotem Sand.
Am ehemaligen Filmset angekommen, suchte ich verzweifelt die Häuser. Andere Besucher sagten mir dann, dass Sie gehört haben, dass die Häuser vor 2 oder 3 Jahren abgebrannt sind. Also zurück zur US89 und dabei habe ich dann die wunderschöne Landschaft genossen. Leider stand inzwischen die Sonne schon so hoch, dass ich keine Aufnahmen gemacht habe, denn die Farben der roten Berge und Schlachten kommen dann einfach nicht rüber.
Zurück im Motel „Treasure Trail“ in Kanab habe mich auf den morgen Tag und den Besuch von „The Wave“ vorbereitet. Dabei ist mir eingefallen, dass ich bis jetzt ganz vergessen habe meine neue Kamera für Panoramafotos einzumessen. Also schnell für eine Brennweite den Nodalpunkt bestimmt, denn die Einstellungen des 2 Objektivs und alle Brennweitenvarianten können dann davon abgeleitet werden.
Dann habe ich noch versucht ins Internet zukommen, was mir aber leider nur bedingt gelungen ist. Das „Treasure Trail Motel“ bietet zwar WiFi an, doch ich konnte mich nicht anmelden. Also ein anderen frei Zugang gewählt, der aber in Sachen Geschwindigkeit einiges zu wünschen übrig ließ.
Also nächste Vorbereitung für den morgigen Tag, wollte ich dann noch den Sensor meiner Kamera reinigen. Aber ich habe leider mein Lieblings-Reinigungstool Sensor-Swap von Photographic Solution noch nicht. Also musste der Blasbalg und der Sensor Klear von LensPen her. Nach einigen Stunden (und ich rede nicht von 2 oder 3) und viele x-male raus laufen um Kontrollaufnahmen zu machen und anschließend diese am PC kontrollieren, war ich schon super frustriert. Denn statt sauberer zu werden, fand ich immer mehr Flecken bis hin zu Fasern auf meinem Sensor.
Somit war dann der Ausflug zum „Coral Pink Sand Dune SP“ hinfällig. Auch deshalb, weil am Nachmittag sich immer mehr Wolken am Himmel bildetet, und zwar nicht die schönen Schäfchenwolken, sondern die störenden Schleierwolken.
Also gegen 23:00 Uhr (ich war zwischendurch noch einkaufen) habe ich dann mit dem vorliegenden Ergebnis die Sensorreinigung aufgegeben. Hoffentlich fallen die verbleibenden Flecken nicht auf.
Wie gesagt, ich war zwischendurch noch einkaufen, und zwar dreimal. Denn nach dem ersten mal stellte ich fest, dass eine der Batterien in meiner Petzel Kopflampe ausgelaufen war. Also musste schnell Ersatz her und für die Verwendung von Akkus konnte ich mich jetzt noch nicht entscheiden. Das war dann der zweite Ausflug zum Supermarkt. Dort konnte ich mich (wieder einmal für diesen Tag) nicht entscheiden welche Batterien ich kaufen sollte und bin zurück gefahren, denn ich hatte mir inzwischen überlegt doch meine Eneloop Akkus zu verwenden. Wieder im Hotel musste ich dann leider feststellen, dass das Sanyo Ladegerät für die Eneloop Akkus nicht mit 110 V funktioniert (und ich hatte mich schon gewundert das nach mehr als 20 Stunden die Ladeleuchte immer noch nicht aus ist). Mist. Ich bin wohl, ohne es zu kontrollieren, der Annahme unterlegen, dass in der heutigen Zeit von elektronischen Ladegeräten diese mit Spannungen von 110 – 230 V funktionieren sollten. Leider ist dem wohl nicht immer so. D.h. für die Zukunft: Immer alles kontrollieren.
Nun fuhr ich zum 3ten mal in den Supermarkt um Batterien zukaufen.
Danach ging es dann mit der Sensorreinigung weiter.
Schöner sch… Tag. Denn ich habe noch eine Aufnahme an diesem Tag gemacht, sondern fühlte mich den ganzen Nachmittag und Anbend gestresst.